Rebecca Heinrich

Rebecca Heinrich, geboren 1995, entdeckte die Liebe zur Literatur durch Textblattzittern, durch Stirnschweiß, durch neben ihr zu Bruch gehende Bierflaschen, durch Applausabstimmungen, durch Wertungskärtchen, durch Hinterzimmergespräche und Hintertürchentexte. Groß geworden auf der Bühne, aufgewachsen in der langsam angerollten Hyperwelle der Poetry Slams, lädt die Rezeptionsästhetik als Welcome Home!-Fußmatte zu ihren Texten ein. Als Verfechterin von mehr Befindlichkeitstexten und als Poetin, welche sich die „Mädchenlyrik“ positiv umdeutet, stand in ihren Texten wieder und wieder der Widerstand. Die Herausgeberfiktion dieser Biografie will Ihnen erzählen, dass Rebecca Heinrich einmal gesagt haben soll, dass es in ihren Texten eigentlich immer irgendwie um Liebe geht und dabei eigentlich immer irgendwie um alles und eigentlich immer irgendwie um das Existenzielle, um das Melancholische, um das Fröhliche, das stets im Kleinen beginnt. Eine kluge Literaturkritikerin soll einmal über sie geschrieben haben, dass ihre Verse im Sinne des Privaten als des Politischen zu lesen sind. Mit Butler, Woolf, Lorde und Wittig im Hinterkopf wollen ihre Verse jedenfalls nicht in unhinterfragt-etablierten Logiken verharren. Eine noch klügere Literaturwissenschaftlerin soll einmal über sie geschrieben haben, dass Schachtelsätze ihre Leidenschaft sind. Nebenbei beobachtet Rebecca Heinrich gerade mit Besorgnis die Acro-Yogaisierung Österreichs. Geben Sie mir Ihren Hund, damit ich Spazierengehen darf und Sie erhalten ein Gedicht von mir. Persönlich auf Sie zugeschnitten. Und als Fußmatte gedruckt.

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